Warum ist der Mauszeiger um 45° gedreht?

Auf der Frage-Antwort Platform StackExchange wurde eine auf dem ersten Blick blöde Frage gestellt: warum sind die Mauszeiger auf allen Betriebssystemen etwas schief? also haben einen gewissen Neigungswinkel, statt gerade nach oben zu zeigen? Tatsächlich, Mauszeiger sind schief, wäre ein vertikal ausgerichteter Zeiger fürs markieren von Text und andere Aufgaben praktischer?

Ein vertikales Mauszeiger

Ein vertikales Mauszeiger

Einer der Antworten kommt von einem Experten, der die Geschichte der Komputertechnik gut kennt. Er bestätigt, Entwickler von Komputermäusen Douglas Engelbart hat den Zeiger als ein nach oben gerichtetes Pfeil konzipiert. Es ist wirklich eine logischere Möglichkeit Text auf dem Bildschirm auszuwählen.

Allerdings, wurde graphisches Interface eines Betriebsystems erstmal in der Firma Xerox realisiert. Genauer gesagt in deren Entwicklungsabteilung in Palo Alto Research Center. Mauszeiger wird in einem Dokument aus dem Jahr 1981 beschrieben. Dieser Dokument ist die Beschreibung des XEROC PARC – ersten  Komputer mit einem graphischen Benutzerinterface.

Bei der Projektierung dieses Komputers wurde festgestellt, dass niedrige Auflösung des Monitors es nicht erlaub einen guten vertikalen Zeiger zu zeichnen. Da der Zeiger klein bleiben sollte und man es nicht vergrößern wollte, wurde entschieden: Zeiger wird etwas gedreht, so dass er eine vertikale und eine um 45° gedrehte Seite haben wird.

Mauszeiger – auch als Cursor bekannt.

Aus der Dokumentation des  Palo Alto Research Zentrums.

Mehr als 30 Jahr sind vergangen, wird haben hochauflösende Monitore, doch die Tradition den Zeiger um 45° zu drehen bleibt.

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Nachrichten zusammenstellen, statt mühsam zu schreiben.

Facebook hat eine coole Funktion in diesem Video vorgestellt:

Menschen sprechen in Sätzen und Menschen sind faul. Also geben wir ihnen die Möglichkeit richtige Sätze einfach zusammenzustellen, statt zu schreiben.

In wenigen Sekunden wird eine lesbare und höfliche Nachricht zusammengestellt:

facebook-reporting-photo-dialog-continue

Menschenfreundliche Nachricht kann gesendet werden

 

Es bleibt nur die Frage: Warum heißt das blaue Button „Continue“ statt „Send“?

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Zwingende Registrierung auf Webseiten

Ich probiere ständig neue Webseiten aus. Viele von ihnen bieten mir nützliche Funktionen an. Leider, erst nach der Registrierung.

Wie sieht mein erster Kontakt mit der Webseite aus?

Häufiges Szenario:

  1. Rufe Webseite auf
  2. Sehe mir an, was ich dort machen kann
  3. Klicke auf „Registrieren“ und gebe meinen Nickname, meine E-Mail-Adresse und Passwort ein
  4. Warte auf Bestätigungsmail um dort auf einen Link zu klicken
  5. Kann Webseite endlich nutzen.

Zwischen Schritten 4 und 5 können, eventuell, unendlich viele Zwischenschritte geben.

Richtiges Szenario (so, soll es sein):

  1. Rufe Webseite auf
  2. Sehe mir an, was ich dort machen kann
  3. Nutze die Webseite.
  4. um die Änderungen zu speichern gebe meine E-Mail-Adresse an.

Ich will die Webseite nutzen! Und nicht mich irgendwo registrieren und hoffen, dass alle versprochen Funktionen tatsächlich nutzbar sind.

Ich als Nutzer habe im richtigem Szenario keine Wiederstände die Webseite auszuprobieren und habe nach erfolgreichem Nutzen mehr Lust meine Daten dort zu hinterlassen. Für jeden neuen Nutzer muss ein temporäres Profil erzeugt werden, das nach dem ich die E-Mail-Adresse eingebe mir zugewiesen wird.

Daten für meinen Profile können nach und nach, in nützlichen Situationen abgefragt werden. Zum Beispiel, falls die Webseite meinen Stadt wissen will, soll sie mir  etwas im Gegenzug anbieten. Vielleicht, eine Suchfunktion um andere Nutzer in der Nähe zu finden, oder besondere Aktionen, die nur in meinem Stadt möglich sind.

Sofortige Registrierung auf den Webseiten ist nur dann sinnvoll, wenn es per Gesetz geregelt ist. Wenn mir einer zeigen kann in welchen Fällen ich  den Nutzer erstmal zur Registration zwingen muss, werde ich sehr dankbar sein.

 

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Interface von Kezera.com

Ich habe Heute ein Invite für das Kezera.com – eine vorhersage Plattform bekommen. Eine gute Idee, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich als Besserwisser zu fühlen.

„Ich habs doch gesagt!“ 

Kezera ist jetzt in Beta Phase und das ist gut so. Denn das Interface steckt noch in Kinderschuhen.

Also, Invitecode aus dem E-Mail kopieren und auf der Webseite in ein Feld einfügen. Warum nicht einfach ein Link kezera.com/?invite=S3U-87J-7BU zum anklicken?

Dann die zwingende Registrierung ( schon Interface ist das Böse gelesen?). Nach der ich wieder in E-Mail Postfach gehe und auf einen Link klicken darf.  Und dieses Link hat sogar mein Invite als Parameter: kezera.com/signup/confirm?code=ad8c1643c4f3e09d&beta_code=s3u87j7bu Es geht also doch.

So, jetzt bin ich fertig, kann endlich etwas vorhersagen:

Privat, oder öffentlich? Zwei Zustände, und zwei Auswahlmöglichkeiten. Lichtschalter hat auch zwei Züstände, an und aus. Dabei nur einen Knopf. Warum nicht einfach alles öffentlich, und nur ein Checkbox falls privat?

Seite mit  Behauptung.

Ich kann mir unter 82 Tagen nichts vorstellen. Und das wichtige Information, das konkrete Datum, wird nur beim :hover angezeigt. Benutzer von Touch Geräten müssen also das Datum selber errechnen und alle Andere gehen auf einen Entdeckungstour.

Facebook Aktie wird weiter steigern und ich klicke auf Disagree, denn ich weiß es besser! Werde ich dann in 82 Tagen benachrichtigt?

Fazit:

  • Cool wäre es Punkte für die Behauptungen zu sammeln und ein  „Besserwisser“ Status zu bekommen
  • Alle sollen Möglichkeit haben mich zu unterstützen ( nicht nur Registrierte Nutzer)
  • Mehr Integration mit Facebook und Co.
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Interface ist das Böse

Keine der Firmen, die Ihnen das Interfacedesign verkaufen, wird sagen „Interface ist das Böse“. Sie werden niemals zugeben, das Interface kein Geld für die Kunden bringt.

Aus der Sicht der Systemtheorie ist Interface eine enge Stelle mit kleinem Wirkungsgrad, wo Geschwindigkeit, Energie, Kapazität, Zeit, Nutzer und Geld Verlohren gehen. Am wenigsten effektiv sind die Benutzeroberflächen in Grafikdesign. Im Unterschied zur Bedienelementen an den Geräten und Maschinen lassen die Benutzeroberflächen viel Platz für menschliche Fehler und Unstimmigkeiten.

Interface zu minimieren ist teuer und kompliziert, doch ohne ihn funktioniert das System viel effizienter.

Einfachstes Beispiel – zwingende Registrierung in Web-Shops. Erst mal ist Käufer gezwungen sich Login und Passwort auszudenken, danach soll er sich vor dem System rechtfertigen und sein E-Mail bestätigen. Diese für den Nutzer, schwachsinnige Aktionen, verzögern das Kaufen, filtern unerfahrene Käufer raus und spiegeln sich im Umsatz wieder.

Leistungsfähiges Geschäft verkauft ohne künstlichen Barrieren:

Mobilfunk Anbieter haben keinen Button „Eine SMS kaufen“ oder „drei Gesprächsminuten kaufen“. Wenn Abonnent nicht jedes Mal sich zum Kauf entscheiden muss, fällt ihm leichter sich vom Geld zu trennen. Kauf finden überhaupt ohne Interface statt:

Interface senkt die Effektivität und Leistungsfähigkeit eines Systems. Deshalb muss es versucht werden Kontakt mit ihm zu minimieren, ohne der Funktionalität zu schaden. Es müssen neue Szenarien der Konversation entwickelt werden.Dann ist es möglich unnötige Barrieren zwischen Kunden und Waren, zwischen Verkäufer und den Geldern des Käufer zu entfernen.

Original: http://artgorbunov.ru/en/bb/ui/evil/

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Firefox Konzept für Metro Oberfläche

Mozilla hat ihre Vorstellungen davon, wie das Firefox in Windows 8 mit der Metro Oberfläche, arbeiten soll, vorgestellt. Ich finde es gut. Endlich haben die Entwickler verstanden, gute Apps in Metro zu bauen. Besonders der Umgang mit den Tabs finde ich gelungen.

Windows 8 wird uns schon in wenigen Wochen zur Verfügung stehen.

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Realistischer Schatten mit Photoshop.

Um Schatten von einem Objekt zu erzeugen benutze ich der „drop-shadow“ Effekt im Photoshop. Doch es kommen unrealistische und flache Schatten raus.

Wie man es besser macht, hat Ilya Birman vorgestellt. Es ist genauso schnel umgesentz, sieht, aber viel realistischer aus.

 

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Hover ist over

Die Zeit ist gekommen, der :hover Effekt von den Webseiten zu verabschieden. Etwas Nützliches darf nicht mehr nur beim Darüberfahren sichtbar werden. Mit den Touch Geräten ist schon Menge Leute unterwegs und die haben nichts, an der Eingabe Möglichkeiten, womit sie das Hover Event auslösen können. Die Zahl der Mauslöser Benutzer steigt weiter.

Mit dem Hover versuchte man oft, schlechte Lösungen im Interface zu verstecken. Jetzt müssen dazu andere Lösungen ausgedacht werden und das ist gut so.

Natürlich müssen auch andere Möglichkeiten der Rückmeldung weiter unterstützt werden. So z.B. Links müssen beim Darüberfahren sich als Links melden, oder kleine Pop-up Meldungen etwas mehr zeigen, als sichtbar ist.

Das Wichtigste ist aber. Alle diese Möglichkeiten müssen auch ohne :hover erreichbar sein. Nutzer ohne Maus sollen die volle Funktionalität der Seite nutzen können.

Original in russischer Sprache bei Ilya Birman (21 August 2011)
http://ilyabirman.ru/meanwhile/found/%D1%85%D0%BE%D0%B2%D0%B5%D1%80/

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Progress bar Illusion

Vor ein paar Tagen hat Gmail ein neues Ladebalken bekommen.

Dabei wird das Ladebalken, wie immer von Links nach rechts aufgefüllt, doch die Animation läuft Rückwärts. Es hat mich etwas irritiert, denn auf Windows, mit dem ich täglich arbeite, läuft die Animation mit dem Auffüllen in einer Richtung.

Animation läuft von Links nach Rechts

Wie ist es besser?

Laut Studien macht Gmail richtig, denn eine Rückwärts laufende Animation gibt uns die Illusion der Geschwindigkeit und das Progress bar läuft für unsere Wahrnehmung schneller.

Besser sichbar wird es in diesem Video:

Übrigens macht Apple in seinem OS X alles richtig.

Weiterführende Links:

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Mobile Webseiten verbessern. Heise.de

Ich habe mir darüber Gedanken gemacht wie man die mobile Version von heise.de besser gestalten kann.

Durch kleine Änderunden im Header sieht die Seite aufgerümter aus. Blöke mit der Information sind eindeutig zu sehen und helfen beim Lesen von Nachrichten.

Das Redesign der Webseite ändert nicht an der Information, nur an dem Informationsaufbau. Eine logisch aufgebaute Webseite ermöglicht es Information treffend, klar und eindeutig zu präsentieren. So wird jeder Besucher bei seiner Aufgabe auf der Webseite unterstütz und durch das internes System sicher zum Ziel begleitet.

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